Social Media Museum

Die Geschichte von Social Media

Autor: Social Media Museum

Threads kratzt an den 100 Millionen monatlichen Usern

„[…] Wir haben jetzt knapp 100 Millionen monatlich aktive Nutzer und werden uns darauf konzentrieren, die Community weiter auszubauen. Soweit wir das beurteilen können, lieben die Leute es bisher. Ich bin schon lange der Meinung, dass es eine App für öffentliche Unterhaltungen für eine Milliarde Menschen geben sollte, die etwas positiver ist, und ich denke, wenn wir noch ein paar Jahre dranbleiben, haben wir gute Chancen, unsere Vision zu erreichen“, so Mark Zuckerberg – wie immer wenig bescheiden.

Threads-User können nun auch GIFs und Umfragen in ihre Posts einbauen.

Die Angst, etwas zu verpassen…

…und nicht echtes Interesse, ist der eigentliche Grund, warum vor allem junge Menschen soziale Medien nutzen. Laut einer neuen Studie der University of Chicago, der UC Berkeley, der Bocconi-Universität in Italien und der Universität Köln wäre die Mehrheit der Befragten ohne Social Media glücklicher, haben aber das Gefühl, dann ausgeschlossen zu sein, weshalb sich kaum jemand abwendet.

Über 20 Mio TikToker in Deutschland

Die Plattform meldet 20,9 Mio monatliche User in Deutschland und 2,1 Mio monatliche User in Österreich.

42 US-Staatsanwälte klagen gegen Meta

Nach TikTok bekommt nun auch Meta juristischen Gegenwind wegen süchtig machendes Vorgehen um junge Nutzer an seine Apps zu binden. In der Klage wird Meta vorgeworfen, seine Algorithmen, Alarme und Benachrichtigungen absichtlich so zu gestalten, dass junge Nutzer länger in den Apps verweilen und immer wieder zu den Apps zurückkehren.

Darüber hinaus wird in den verschiedenen Anträgen behauptet, dass die Funktionen der Meta-Plattformen die psychische Gesundheit von Jugendlichen durch soziale Vergleiche beeinträchtigen. Meta wird außerdem beschuldigt, durch die Erhebung personenbezogener Daten von Nutzern unter 13 Jahren gegen den Children’s Online Privacy Protection Act (COPPA) zu verstoßen.

Das ist der jüngste Fall in einem zunehmenden Trend von rechtlichen Schritten gegen soziale Apps, die junge Nutzer an sich binden.

Wirtschaftsministerium zweifelt an Sinn von X-Account

Robert Habeck und sein Team spielen mit dem Gedanken, den Account des Wirtschaftsministeriums bei X zu löschen, da man vielleicht „der Demokratie schadet, wenn man weiter diese Plattform nutzt“. Ein Grund dafür sind auch antisemitische Kommentare von Elon Musk auf X. Außerdem fördere der X-Algorithmus extreme Inhalte.

Elon Musk droht mit X-aus in der EU

Der Digital Services Act (DSA) der EU verpflichtet X und andere grosse Netzwerke, gegen Fake News und falsche informationen vorzugehen. Musk hat daraufhin mehrfach laut darüber nachgedacht, dass Twitter möglicherweise in Europa nicht mehr zugänglich sein könnte, um sich vor neuen Vorschriften der Europäischen Kommission zu schützen.
Durch eine Welle von Falschmeldungen über den Krieg zwischen Israel und der Hamas, die sich schnell auf X verbreiten, verletzt die Plattform aller Wahrscheinlichkeit nach bereits die DSA.

TikToks Maßnahmen zum Hamas-Angriff auf Israel

Im Rahmen des Krieges in Israel greift TikTok zu Maßnahmen, um seine Community vor Hass und Fake News zu schützen. Dazu zählen unter anderem die Einstellung von Moderator*innen, die arabisch und hebräisch sprechen, Entfernen von Inhalten die Geiseln zeigen; Opt-In-Bildschirme für möglicherweise verstörende Bilde, damit niemand diese per Zufall sieht; Vorübergehende Anpassungen der Richtlinien für bestimmte Funktionen, um proaktiv zu verhindern, dass diese für hasserfülltes Verhalten missbraucht werden und Zusammenarbeit mit Strafverfolgungsbehörden.

Partnerschaft zwischen TikTok und Disney

TikTok und Disney gehen zum 100-jährigen Disney-Jubiläum eine Partnerschaft ein. TikTok beinhaltet nach eigenen Angaben mehr als 48 mit Disney verbundene Kanäle, die alle an der vierwöchigen Aktivierung teilnehmen werden. In der Zeit haben Disneyfans auf TikTok ab dem 16.Oktober die Möglichkeit, Videoclips von allen Disney-Marken anzuschauen, ihre eigenen Videos mit Disney-Musik und -Effekten zu erstellen, tägliche Disney-Quizspiele zu spielen, digitale Charakterkarten in der App zu sammeln und zu tauschen, etc.

EU ermittelt gegen X wegen Falschinformation

Weil X zu wenig gegen Falschinformationen zum Angriff der Hamas tut, ermittelt nun die EU-kommission. Kommissar Thierry Breton kritisiert manipulierte Bilder oder solche, die sogar aus Videospielen stammen sollen. X äußert sich nicht offiziell, Elon Musk schreibt in seinem Account, die EU habe keine Beispiele für Desinformation gezeigt.

Ermahnung für TikTok, Meta und X

EU-Kommissar Thierry Breton hat Tiktok per Brief wegen fragwürdiger Inhalte im Zusammenhang mit dem Angriff von Hamas auf Israel geschrieben. Zuvor hatte er bereits Meta und X wegen Fake News getadelt. Da gerade TikTok viel von Kindern genutzt werde, sei dort besondere Vorsicht geboten. TikTok soll illegale Inhalte schnell löschen und dafür sorgen, dass User zuverlässige Quellen von Terrorpropaganda unterscheiden können.

TikTok weitet AR Creator Rewards Programm aus

TikTok hat eine Ausweitung seines Creator Effects Rewards-Programms angekündigt, das Geldprämien für Effektentwickler bietet. Ursprünglich wurde das Programm im Mai in sechs Regionen eingeführt. Nun öffnet TikTok das Programm auch für Kreative in Australien, Brasilien, Kanada, Finnland, Indonesien, Irland, Japan, Korea, Malaysia, den Niederlanden, den Philippinen, Polen, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Vietnam. Darüber hinaus senkt TikTok auch die erforderliche Anzahl von Videos, um sich für das Programm zu qualifizieren sowie die Auszahlungsschwellen, so dass mehr Kreative häufiger bezahlt werden können. Das Ganze ist ein breit angelegter Vorstoß, um mehr AR-Engagement in der App zu fördern.

X führt erweiterte Profil-Bios ein

User können jetzt beim Besuch eines Profils, für das die Option „Erweitertes Profil“ verfügbar ist, auf die Aufforderung „Mehr anzeigen“ klicken, um weitere Informationen über den Benutzer zu erhalten. So haben Premium-User mehr Platz, um zu erklären, worum es bei Ihnen oder Ihrem Unternehmen geht. woran Sie interessiert sind, oder Ihr Leitbild zu veröffentlichen. Der größere Profilbereich kann als Teil des umfassenderen Plans von X, mehr interaktive Optionen in der App anzubieten, auch Jobangebote, Standortinformationen usw. enthalten.

Utah verklagt TikTok wegen Suchtpotential

TikTok bekommt in den USA immer mehr Gegenwind: Der Bundesstaat Utah hat diese Woche Klage gegen das Portal und seine Muttergesellschaft ByteDance eingereicht, weil die App eine algorithmische Sortierung auf der Grundlage des Nutzer-Engagements verwendet, um ein insbesondere für jüngere Nutzer süchtig machendes Erlebnis zu schaffen. Utah fordert zivilrechtliche Strafen sowie eine einstweilige Verfügung, die es TikTok verbieten würde, in Zukunft gegen staatliche Gesetze zu betrügerischen Geschäftspraktiken zu verstoßen.

Partnerschaft zwischen TikTok und CORRECTIV

TikTok und die Online-Journalistenschule Reporterfabrik, das Bildungsprojekt des gemeinnützigen Recherchezentrums CORRECTIV klären Nutzer*innen darüber auf, wie sie Falschinformationen über den Russland-Ukraine-Krieg rechtzeitig erkennen und dazu beitragen können, deren Verbreitung zu verhindern.

X zeigt keine Link-Headlines mehr an

Bei geteilten Artikeln werden auf X nun keine Headlines mehr angezeigt. Damit hat sich Elon Musk durchgesetzt, der die Neuerung für eine „Verbesserung der Ästhetik“ hält. von verlinkten Artikeln wird nur noch das Hauptbild und die Seite zu sehen, sein, aber kein Text. Es wird spekuliert, ob die Neuerung User dazu zu bringen soll, ein Abo abzuschließen, damit sie mehr Platz für Text haben.

X plant gestaffelte Premium-Paketpreise

Dabei soll es 3 Stufen geben:

  • X Premium Basic – Nutzer dieser preisgünstigeren Variante sehen in ihrem Feed alle Werbeanzeigen
  • X Premium Standard – Wer etwas tiefer in die Tasche greift, sieht nur die Hälfte der Werbeanzeigen
  • X Premium Plus – Nutzer mit einem höherpreisigen Paket sind werbefrei

Bleibt abzuwarten, ob sich das Modell durchsetzt. X und auch Meta sowie TikTok experimentieren gerade mit werbefreien Abonnementangeboten, um mehr Anmeldungen für ihre Abonnementpläne zu erhalten. Die Hauptmotivation liegt dürfte aber mit den Datenschutzbestimmungen in Europa zu tun haben.

X kürzt bei Anti-Fake-News-Team

X entlässt etwa die Hälfte der Mitarbeiter, die gegen die Verbreitung von Fake News bezüglich Wahlen vorgehen sollen – und das obwohl CEO Linda Yaccarino erst diese Woche gesagt hatte »Es gibt ein robustes und wachsendes Team bei X, das sich um die Integrität von Wahlen kümmert«.
Das Statement von Elon Musk aus X dazu klang ganz anders: »Oh, ihr meint das Team für die ›Integrität von Wahlen‹, das die Integrität von Wahlen untergrub? Ja, die sind weg.«
Darüber hinaus hat eine Auswertung der EU-Kommission ergeben, dass es bei X den größten Anteil an Falschinformationen unter den großen Plattformen gibt. Musk war aus einer Vereinbarung für den Umgang mit Falschinformationen zwischen der EU und großen Onlinediensten ausgestiegen.

Kundenrat bei X

In dieser Woche fand das erste Treffen des neu formierten „Kundenrats“ von X statt, bei dem das neue X-Managementteam unter der Leitung von CEO Linda Yaccarino einen Überblick über die neuesten Entwicklungen und die Ziele für die nahe Zukunft gab. Die meisten Funktionen stellen keine echte Neuerung dar, aber eine optimistische Präsentation für Werbepartner hat noch niemandem geschadet… Laut Yaccarino sind die wichtigsten Punkte:

  • Langformatige Blogbeiträge auf X
  • Videoanrufe
  • Geldtransfers zwischen Nutzern
  • Creator-Abonnements
  • Produktauflistungen
  • Video-Wiedergabe in mehreren Formaten
  • Beteiligung an den Werbeeinnahmen der Creators
  • Stellenausschreibungen (X Hiring)

die In-Stream-Zahlungen und das Einkaufen, zwei der Schlüsselelemente von Elon Musks „Alles-App“-Vorstoß, sind noch nicht fertiggestellt.

YouTube kündigt generative KI-Optionen an

YouTube kündigt neben weiteren neuen Kreativtools seine ersten generativen KI-Elemente an. Mit Funktion „Dream Screen“ können Creators KI-generierte Bild- oder Videohintergründe in ihre YouTube-Shorts einfügen und kreative Hintergründe und andere Elemente auf der Grundlage von einfachen Textanweisungen hinzufügen können.

Facebook erlaubt mehrere Profile

Meta hat seine neue Multiprofil-Option „Ein anderes Profil erstellen“ eingeführt. Damit können Nutzern mehrere Facebook-Profile erstellen, um verschiedene Interessen zu erkunden, verschiedene Inhalte mit verschiedenen Zielgruppen zu teilen, usw.

„Egal, ob du neu bei Facebook bist oder schon lange dort bist, du möchtest vielleicht deine privaten und beruflichen Beziehungen getrennt halten oder ein Profil für eine Gemeinschaft, der du angehörst, und ein anderes Profil nur für Freunde haben. Wenn du mehrere persönliche Profile erstellst, kannst du ganz einfach organisieren, mit wem du dich austauschen und welche Inhalte du wem zeigen möchtest. Zum Beispiel ein Profil für die Foodie-Szene und ein anderes, um mit deinen Freunden und Ihrer Familie auf dem neuesten Stand zu sein“, so Meta.